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Hund bellen abgewöhnen

Wie kann man einem Hund bellen abgewöhnen?

hund bellen abgewöhnenHunde die bellen, beißen nicht! Vielleicht kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor, und tatsächlich steckt auch ein wenig Wahrheit dahinter. Ein aggressiver Hund, der kurz davor ist zu beißen, würde sich nicht mehr mit bellen beschäftigen. Bellen hat allerdings nur sehr selten einen aggressiven Hintergrund, vielmehr ist es die grundlegende Kommunikation der Vierbeiner und dem Menschen. Doch was bedeutet bellen bei einem Hund und wie kann man einem Hund bellen abgewöhnen?

Warum bellen Hunde und wie kann man dem Hund bellen abgewöhnen?

Sicherlich gibt es Hunderassen, die sich verstärkt dem Menschen oder untereinander mitteilen möchten und dementsprechend oft bellen. Wird der bellende Hund zum Dauer Kläffer, kann es zum nervigen Problem werden. Während also Chihuahuas, Dackel, Terrier und andere kleine Hunderassen viel zu bellen haben, lassen es die größeren Rassen etwas ruhiger angehen. Doch auch hier werden jährlich zahlreiche Kläffer buchstäblich von ihren Besitzern herangezogen, denn die meisten verstehen die Gründe hinter dem Bellen nicht. Dem Hund bellen abgewöhnen zu wollen wird oft viel zu spät angegangen und die Probleme verstärken sich mit den Jahren. Einem jahrelang bellenden Hund bellen abgewöhnen zu wollen, kann unter Umständen ein schwieriges Unterfangen werden. Es ist aber nicht unmöglich.

Warum Hunde bellen kann verschiedene Gründe haben. Die meisten von ihnen bellen aus einem ganz bestimmten Grund, nämlich weil sie ihrem Besitzer nicht vertrauen. In den schlimmsten Fällen steigert sich diese Vertrauensfrage sogar hin zum Angst – Kläffer. Aber warum bellt der Hund, wenn er unsicher ist oder Angst hat? Bellen ist grundsätzlich eine Art Warnung-Aufmerksamkeit-Signal. Der Hund möchte mit seinem lauten bellen bemerkt werden und die mögliche „Gefährdung“ warnen. Somit kann bellen unter Umständen auch die Vorstufe zum Beißen oder angreifen sein, was sich allerdings aufgrund von Vermenschlichung und Einzelhaltung nicht mehr alle Hunde zutrauen. Viele Hunde wissen überhaupt nicht mehr, dass sie überhaupt angreifen und beißen könnten. Das Bellen beruht jedoch noch auf dem angeborenen Instinkt aus den Wolf – Vorfahren.

Bellen wird auch häufig mit Übermut und Freude verbunden. Vor allem junge Hunde bellen untereinander, um zum Spielen aufzufordern und gesehen zu werden. Auch gegenüber dem Menschen kommen überwiegend im Welpen Alter solche Aufforderung Laute.

Ab wann Sie dem Hund bellen abgewöhnen sollten

Dem Hund bellen abgewöhnen also komplett ab zu trainieren ist natürlich nicht möglich, immerhin ist es ein Hund und dieser sollte seinen natürlichen Verhaltensweisen in jeder Hinsicht nachkommen dürfen. Daher sollte der Hund nicht bei jedem Gebell ausgeschimpft oder gar dafür bestraft werden.

Stellen Sie sich also vorab folgende Fragen um herauszufinden, ob Sie Ihrem Hund bellen abgewöhnen sollten:

  • Wie oft bellt Ihr Hund am Tag?
  • In welchen Situationen bellt er?
  • Können Sie sein Bellen unterbrechen und ihn disziplinieren?

Es gibt Hunde, die sämtliche Vorgänge im Haus mit Gebell dokumentieren müssen. Viele von ihnen verbringen Stunden damit, vor der Terrassen- oder Balkon Türe zu verweilen und jedes herunterfallende Blatt zu unterhalten. Auch vorbeilaufende Katzen oder Radfahrer werden darüber informiert, dass hier ein Hund zuhause ist. Klingelt es an der Haustüre so steigert sich das Bellen in wildes Kläffen, ganz zu schweigen vom Telefonklingeln oder dem Anschalten der Kaffeemaschine. Sollte Ihr Alltag mit dem Hund so stattfinden, dann haben Sie womöglich bereits Ärger mit den Nachbarn und auch Sie selbst sind genervt vom ständigen Bellen.

Warum macht Ihr Hund das und wie kann man dem Hund bellen abgewöhnen?

Ganz einfach, Ihr Hund traut Ihnen nicht zu, für seine Sicherheit im Haus zu sorgen. Er übernimmt daher die Aufgabe das Rudel (in den meisten Fällen die Familie) vor möglichen Gefahren zu warnen. Und da der Hund nicht weiß, welche Dinge gefährlich sein könnten oder auch nicht, warnt er seine Rudel Mitglieder pauschal vor allem.

Stellen Sie die Gründe für das Bellen fest – welche treffen auf Ihren Hund zu?

  • Langeweile – dieser Grund für Bellen kann vor allem bei Hunderassen mit einem starken Hüte-Instinkt auftreten. Wenn Sie dem Spitz, dem Schäfer oder dem Border-Collie nicht ausreichend Bewegung verschaffen können, dann sollten Sie sich nach anderen Rassen umsehen, die nicht so extrem ihrem Bewegungsdrang nachkommen wollen.
  • Rasse typisches Bellen – Hütehunde und sehr lernwillige Hunde müssen dementsprechend gefordert worden.
  • Mangelnde Aufmerksamkeit – Hunde bellen und fordern irgendwann lautstark Aufmerksamkeit ein, wenn es ihnen zu wenig ist.
  • Nicht ausgelastet – Hunde die zu wenig Auslauf bekommen und auch sonst nur nebenher Leben sollen, werden gefrustet und beginnen zu bellen um ihren Unmut Luft zu machen.
  • Angst und Unsicherheit – Bellen bedeutet auch Warnung. Hält der Hund Sie nicht für kompetent genug als Rudel Führer, wird er die Aufgaben in Sachen Sicherheit übernehmen.
  • Schutzinstinkt – Ein wenig Bellen gehört zu jedem Hund, denn sein Instinkt lebt es ihm vor. Antrainierte Instinkte wie beispielsweise das Bellen beim Türklingeln können dann wieder lästig werden.
Hund bellen abgewöhnen – so gehen Sie vor!

Schaffen Sie vertrauen und übernehmen Sie wieder die Führung im „Rudel“. Geben Sie dem Hund das Gefühl, dass Sie die Kontrolle über Haus und Hof haben und ihn beschützen werden, sogar vorm bösen Postboten.

  • Weisen Sie Ihrem Hund einen festen Platz im Haus zu. Dies ist wichtig, damit Sie Ihren und seinen Bereich klar trennen können. Sein Platz bedeutet gleichermaßen Auszeit und Ruhe. Unerwünschtes Verhalten, in diesem Falle das Hund bellen abgewöhnen, kann mit einer Auszeit auf dem Platz unter Kontrolle gebracht werden. Seien Sie konsequent dabei, auch wenn der Hund zu Beginn immer wieder aufsteht.
  • Hunde die überhaupt nicht mehr bellen dürfen, leiden womöglich darunter. Lassen Sie den Hund ruhig ein bis zweimal, beispielsweise beim Haustürklingeln, bellen um ihn nicht auszuschließen. Wichtig dabei ist es jedoch, dass Sie mit einem „Aus“ das Bellen beenden können. Nur dann hat der Hund verstanden, dass Sie jetzt da sind und ab sofort die Sicherheit übernehmen. Ihr Hund wird sich wieder entspannen.
  • Hunde die bellen, weil sie Sie zum Spielen auffordern möchten, brauchen Kopfarbeit. Ist der Hund nicht ausgelastet und seiner Rasse entsprechend gefordert, kann Langeweile zu unerwünschten Verhaltensweisen führen und eben auch zum Bellen.
  • Bellt der Hund auch draußen, beispielsweise bei Katzen, so versuchen Sie es mit Ablenkung. Geben Sie auch draußen die nötige Sicherheit und trainieren Sie auch dann das Stopp Wort „Aus“.
  • Powern Sie Ihren Hund einfach mal so richtig aus. Wenn er nach dem Spaziergang einfach nur froh ist in sein Körbchen zu fallen, dann wird er vielleicht feststellen, dass sämtliche „Aufreger“ gar nicht mehr so schlimm sind.
Wann sollte man anfangen mit dem Hund bellen abgewöhnen?

Ein Hund der regelmäßig beschäftigt wird, seinem Besitzer vertraut und durch gezieltes Hunde Training an seine Familie und Umgebung gewöhnt ist, wird nicht zum Kläffer. Dies gilt für alle Rassen, egal ob diese von Haus aus viel bellen oder nicht. Und bestenfalls beschäftigen Sie sich bereits vor der Hunde Anschaffung damit, wie Ihr Hund gar nicht erst zum Kläffer wird. Es ist nämlich viel einfacher sich gar nicht erst einen Dauer Beller zu erziehen, als diesen letztendlich wieder ruhig zu bekommen und dem Hund bellen abgewöhnen zu müssen.

Ansonsten sollten Sie spätestens dann mit den oben genannten Maßnahmen beginnen, wenn der Hund Sie und womöglich andere mit seinem Gebell stört.

Tipps zum Schluss: Bleiben Sie immer souverän und gelassen, während Sie dem Hund bellen abgewöhnen wollen und lassen Sie sich nicht von seiner Aufregung/Hektik/Angst anstecken. Ab und an kann es auch durchaus sinnvoll sein, unangebrachtes Gekläffe zu ignorieren. Und wenn Sie das Training noch weiter verstärken möchten, können Sie dem Hund auch das Kommando Bellen beibringen. Richtig gehört! Ein Hund der weiß, wann er mit dem Bellen aufhören muss, kann auch auf Kommando bellen. So geben Sie dem Hund hin und wieder gezielt die Möglichkeit etwas zu bellen/sagen.
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