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Clickertraining

Clickertraining mit dem Hund – so funktioniert der Anfang

ClickertrainingClickertraining ist eigentlich nur eine weiterführende Form der Ausbildung eines Hundes oder Tieres. Es geht im Wesentlichen darum, den Hund auf das Geräusch des Klickers zu konditionieren und damit die Grundlage für viele Kommandos oder Übungen zu schaffen. Bislang wurden mit dem Clicker schon sehr viele Tiere, auch Delfine, Löwen oder Mehrschweinchen trainiert, was für die Wirksamkeit dieser Trainingsmethode spricht. Clickertraining dient dabei in erster Linie als Verständigung Hilfsmittel und stellt eine Methode dar, die dem Hund signalisieren soll, dass er etwas richtig gemacht hat. Um einem Hund das beizubringen bedarf es natürlich nicht zwingend einen Clicker, allerdings hat sich diese Form von Belohnung und Kommunikation in sehr vielen Hundeschulen durchsetzen können.

Wie beginnt man mit Clickertraining?

Um mit dem Clickertraining beginnen zu können, sollten Sie sich natürlich zunächst einen Clicker zulegen. Diese sind in diversen Tier Shops und auch Online für wenig Geld zu kaufen. Und so beginnen Sie den Hund auf den Clicker zu konditionieren:

  1. Drücken Sie den Clicker kurz, sodass dieser das entsprechende Klick-Klack-Geräusch von sich gibt und reichen Sie dem Hund im selben Moment ein Leckerli. Bestenfalls benutzen Sie dafür ganz besondere und schmackhafte Guttis, beispielsweise ein paar Wurst Stückchen oder rohes Fleisch.
  2. Klicken Sie mit dem Clicker immer während dem gewünschten Verhalten und nicht danach. Das perfekte Timing ist beim Clickertraining unabdingbar, damit der Hund lernt, welches Verhalten genau zum positiven Klick-Klack führt. Das Click beendet das Verhalten, danach gibt es ein Leckerli.
  3. Tut der Hund etwas das Ihnen besonders gefällt, so geben Sie das Geräusch ab. Das können ganz banale und auch zufällige Dinge sein. Möchten Sie beispielsweise eine „Rolle“ beibringen, so warten Sie ab bis der Hund sich durch Wohlbehagen selbst rollt und klickern Sie. Beim Clickertraining ist das Timing wirklich sehr wichtig.
  4. Wichtig beim Clickertraining ist es, immer nur einmal zu klicken. Wenn Sie den Hund für etwas ganz besonders intensiv loben möchten, dann können Sie mehr Leckerli geben, aber nicht mehr Klicks.
  5. Fügen Sie die Klicks in die tägliche Routine ein und üben Sie nicht mehrere Stunden am Stück. Kürzere Clickertraining – Intervalle sind viel zielführender.
  6. Bestärken Sie das gute Verhalten durch das Clickertraining und ignorieren Sie schlechtes Verhalten. So wird er dieses bald bleiben lassen.

Wichtig ist es, dass der Hund irgendwann merkt, dass er etwas dafür tun muss, um einen Klick zu bekommen. Ihr Hund weiß nicht warum und weshalb er den Klick so toll findet, aber er freut sich darüber. Er weiß somit, dass Sie sein Verhalten gerade sehr gut finden und sich darüber freuen. Hat er das begriffen, so müssen Sie das Klicken auch nicht länger durch Leckerli bestärken.

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Clickertraining darf nur positiv sein

Beim Clickertraining geht es nie um Bestrafung oder Zurechtweisung. Es geht darum, den Hund für sein positives Verhalten zu loben und das negative zu ignorieren. Diese Trainingsmethode ist unter Hunde Profis, Trainern und Experten immer noch umstritten, immerhin spiegelt es nicht das natürliche Rudel verhalten wieder. In einem Rudel findet zwar generell nur wenig Bestrafung oder Zurechtweisung statt, allerdings kann es mitunter schon einmal hart hergehen. Beispielsweise dann, wenn es um die Rangordnung geht.

Gerade wenn es um Problem Hunde oder um sehr aggressive Hunde geht, so ist es vielleicht nicht immer der richtig Weg, das schlechte Verhalten zu ignorieren. Immerhin sind beißende Hunde gefährlich und auch lautes Gebell kann langfristig sehr nervig sein. Clickertraining braucht immer Zeit und Geduld, denn der Trainer konzentriert sich nur auf erwünschtes Verhalten, ignoriert also das schlechte Verhalten. Das bedeutet wiederum, dass der Hund sich erst eine Reihe positiver Verhaltensweise angewöhnen muss, bzw. diese als solche erkennen muss. Das können Sie sich nun wie Vokabeln lernen vorstellen. Sie klickern wenn er nicht bellt, sie klickern wenn er seine Pfoten bei sich und nicht auf dem Schoß des Besuchs hat, sie klickern wenn er beim Türklingeln nicht direkt aufspringt. All diese erwünschten Verhaltensweisen müssen erst in das Vokabular des Hundes eingebracht werden.

Alternativen zum Clickertraining

Einige Leute gehen davon aus, dass ein spezielles Lob Wort wie etwa „fein“ oder „ja“ den gleichen Effekt bringen würde. Allerdings hört der Hund Ihre Stimme täglich und dauerhaft und kann diesem Geräusch irgendwann nichts besonderes mehr abgewinnen. Ein Klick hingegen ist etwas präziser, kann schnell erfolgen und kennzeichnet das erwünschte Verhalten viel besser.

Wann lernt der Hund das Schlechte vom Guten zu unterscheiden?

Ziel ist es, dass der Hund durch das Clickertraining lernt, das schlechte Verhalten von alleine zu erkennen und zu unterlassen. Hunde sind zwar von Natur aus nicht blöd, allerdings kann es unterschiedlich lange dauern, ehe ein Hund kapiert was erwünscht und was unerwünscht ist. Schnappt der Hund beispielsweise nach einem Kind, so finden wir es durchaus angebracht mit einem scharfen „Nein“ dazwischen zu gehen und ihn auf seinen Platz zu disziplinieren. Eben gleiches Verhalten können wir in einem Wolfsrudel erkennen.

 

Gibt es Nachteile vom Clickertraining?

Es gibt sehr viele Hundetrainer, die das Clickertraining aus verschiedenen Gründen verurteilen. Und tatsächlich sind Hunde die mit dem Clicker trainiert werden um einiges kreativer. Sie bieten ständig positives Verhalten an, um einen Klick zu bekommen. Allerdings kann auch ein solches Verhalten schnell mit einem „Nein“ unterbunden werden, immerhin sollen Sie festlegen, wann sein Mitdenken gefragt ist und wann nicht.

Auch sitzen Leute die das Clickertraining verfolgen nicht nur an Ort und Stelle und warten ab, ehe der Hund etwas Tolles macht. Und wenn, dann warten sie nicht lange, denn das Clickertraining beinhaltet, viele Wege zu entdecken und erwünschtes Verhalten hervorzurufen.

Wer also mit dem Clickertraining anfangen möchte braucht zunächst etwas Geduld, sollte aber auch den Hund dazu auffordern erwünschtes Verhalten zu zeigen. Am besten gelingt Ihnen das Clickertraining, wenn Sie bereits im Welpen Alter damit beginnen. So konditionieren Sie die Kleinen ganz automatisch an das Geräusch. Es kann sogar beim stubenrein werden helfen. Außerdem stehen einem mit dem Clickertraining noch viele weitere Wege offen, denn hat der Hund einmal verstanden, dass er nur durch erwünschtes Verhalten belohnt wird, wird er viel motivierter an neue Aufgaben herangehen. Und Sie können Ihren Hund auch zu viel mehr Neuem motivieren. Beispielsweise kann Agility – Training oder Schwimmen mit einem Clickertraining verbunden werden.

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