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Apportieren

Apportieren – Wissenswertes rund um das Training

ApportierenApportieren ist ein wirklich schöner Ausdruck, bedeutet aber nichts anderes als „herbeibringen“. Um nicht mehr oder weniger geht es beim Apportieren, der Hund bringt Ihnen einen bestimmten Gegenstand, den Sie vorab weg geworfen oder versteckt haben. Wenn Sie Ihrem Hund das Apportieren beibringen möchten, stehen Ihnen dafür mehrere Trainingsvarianten zur Verfügung. Sie selbst müssen entscheiden, welche für Sie und Ihren Hund die Beste ist. Apportieren ist allerdings nicht für jeden Hund eine tolle Sache. Seien Sie daher bitte nicht enttäuscht, wenn Ihr Vierbeiner so gar keine Freude daran hat. Es gibt einfach Hunderassen, welchen das Apportieren im Blut liegt, und eben solche, die in dieser Aufgabe so überhaupt keinen Sinn erkennen.

Ab wann Apportieren beim Hund – woran merke ich ob mein Hund das mag?

Es gibt tatsächlich sehr viele Hunderassen, welche das Apportieren buchstäblich in denen Genen tragen und ständig irgendwelche Dinge zu Ihnen bringen. Viele tun dies sogar unaufgefordert, einfach weil sie Ihnen gefallen möchten oder weil sie Ihnen etwas damit sagen möchten. Bringt der Hund beispielsweise unaufgefordert die Leine, so möchte der Hund tatsächlich sagen: Lass uns Spazieren gehen. Andere Hunde tun solche Dinge überhaupt nicht und würden auch nie auf die Idee kommen, etwas zu Ihnen zu bringen. Sogar herum liegende Stöcke sind nicht interessant und werden auch nicht, wie so oft bei Hunden zu beobachten, herum getragen.

Solchen Hunden können Sie dann das Apportieren beibringen. Sollten Sie jedoch feststellen, dass selbst das Lieblingsleckerli seine Motivation dafür nicht steigern kann, dann hat der Hund einfach keine Lust auf Apportieren. Das ist nicht schlimm, denn nicht jeder Hund findet Freude am Apportieren. Sie mögen ja auch nicht jede Sportart. Finden Sie in diesem Fall etwas anderes, wofür sich Ihr Hund begeistern kann. Es gibt immerhin tausend Möglichkeiten seinen Vierbeiner zu beschäftigen. Vielleicht liegt es auch am Gegenstand, viele Hunde sind lediglich wild auf Bälle, andere bevorzugen Stöcke und wieder anderen geht es nur um den Inhalt.
Hundeerziehung

Wie funktioniert das Apportieren beibringen – Schritt für Schritt Anleitung

Normalerweise wird das Apportieren mit einem so genannten verschließbaren Fressbeutel trainiert. Dieser Beutel ist gefüllt mit köstlichen Leckereien, an die aber nur Sie drankommen. Vorausgesetzt natürlich, Ihr Hund kann keinen Reiß Verschluss öffnen. Das Ziel: Der Hund bringt den Fressbeutel und Sie öffnen diesen für Ihn. Natürlich bekommt er dann auch etwas daraus. Seine Motivation dabei ist stets der Inhalt, denn dafür muss er den Beutel zu Ihnen bringen. So bekommt der Begriff Dosenöffner wieder einen Sinn, denn in diesem Fall sind Sie der Beutel Öffner. Aus Sicht des Hundes sind Sie das Leittier, das für die Versorgung mit Futter zuständig ist. Hinter dem Apportieren steckt aber noch viel mehr, denn es fordert und trainiert außerdem Aufmerksamkeit, Konzentration, Kondition und Gehorsam. Außerdem können Sie mit diesem Spiel sein Vertrauen zu Ihnen stärken und die Bindung zwischen Ihnen vertiefen.

Übung Apportieren

Wecken Sie zunächst die Neugierde auf den Beutel, veranstalten Sie einfach einen Riesen Hype um ihn. „Guck mal, was da wohl Feines drin ist?“ Nun sollten Sie den Beutel anfangs noch nicht allzu weit werfen oder gar verstecken. Legen Sie den Beutel vielleicht einen halben Meter von Ihnen entfernt auf den Boden und lassen Sie den Hund erst einmal schnüffeln. Geben Sie das Kommando „Bring“ oder „Apport“ und warten Sie ab was passiert. Die meisten Hunde werden den Beutel in den Mund nehmen und zu Ihnen bringen. Lassen Sie sich den Beutel aber nur mit dem Kommando „Aus“ in die Hand legen. Der Hund soll das Bringen des Beutels nicht mit einem Beute Verlust verknüpfen. Nun dürfen Sie ihn ausgiebig loben und natürlich mit dem Inhalt des Beutels belohnen.

Apportieren lernen

Apportieren für Fortgeschrittene

Apportieren kann auch draußen eine Menge Spaß machen. So kann auch der Beutel viel weiter geworfen werden. In der Wohnung können Sie das Spiel noch mit einer Suchaufgabe verknüpfen, indem Sie den Beutel verstecken und den Hund mit dem Kommando „Such“ auf die Reise schicken. Er wird schnell merken, dass er nur dann etwas daraus bekommt, wenn er den Beutel zu Ihnen schafft. Draußen können Sie das Apportieren auch zunächst mit einer Schleppleine trainieren. Hat er jedoch den Sinn in den heimischen vier Wänden verstanden, so wird er das auch auf draußen beziehen. Allerdings erfordert das Apportieren im Freien viel mehr Aufmerksamkeit und Konzentration, immerhin gibt es außerhalb seines Heims eine Menge anderer Gerüche und interessante Dinge. Fordern Sie Ihren Hund daher dazu auf, sich auf den Beutel zu konzentrieren und loben Sie ausgiebig dafür, wenn er das tut.

Apportieren ohne Leckerli

Einige Hunde mögen einfach keine Leckerli, bzw. sind dafür überhaupt nicht zu begeistern. Immerhin hat am Morgen ordentlich gefressen. Hunde sind Beutetiere, in freier Natur jagen sie oft stundenlang um sich Essbares zu organisieren. Sollten Sie Ihren Hund gar nicht dazu begeistern können, Ihnen den Beutel zu bringen, dann verzichten Sie doch mal auf die normale Fress-Routine. Fressen gibt es dann nur noch aus dem Beutel. Dies ist vor allem für unterforderte Hunde eine fordernde Aufgabe.

Im späteren Verlauf können Sie diese Übungen dann nach Belieben ausbauen und erweitern. Beispielsweise können Sie Ihrem Hund beibringen, beliebige Gegenstände aus Ihrer Wohnung zu holen und zu bringen. Die Fernbedienung vom Wohnzimmertisch, das Lieblings Kissen aus dem Schlafzimmer oder die Leine. Hunde mit einem erweiterten Verständnis können mit der Zeit die unterschiedlichsten Gegenstände namentlich „begreifen“ und auch diese Dinge Apportieren. Erwarten Sie jedoch anfangs nicht zu viel von Ihrem Hund. Es ist nicht selbstverständlich für ein Tier, dass es weiß, was eine Fernbedienung ist. Sicherlich werden die meisten Hunde dies nie auseinander halten können.

Wichtig beim Apportieren beibringen ist Geduld, denn ebenso wie jedes Kind unterschiedlich schnell lernt, ebenso verschieden ist die Lern dauer bei Hunden. Schimpfen Sie Ihren Hund niemals aus, wenn er nicht begreift was Sie von ihm möchten oder was er apportieren soll. Wichtig bei diesen Übungen ist stets Vertrauen. Dann steht einem Ausbau des Apportieren nichts mehr im Wege. Und noch etwas: Apportieren ist keine natürliche Verhaltensweise von Hunden, sie tun dies ausschließlich um uns zu gefallen und nicht weil ihnen die Natur dies vorgibt.

Ausbau der Übung Apportieren

Eine weitere mögliche Übung im Bezug auf das Apportieren wäre die Übung mit einer Reiz Angel. Dafür wird der Beutel an einem langen Seil befestigt. Legen Sie den Hund dafür in der Mitte eines Übungsplatzes ab und bewegen Sie das Spielzeug oder den Futterbeutel schnell hin und her oder um den Hund herum. Auf Kommando darf er sich dann darauf stürzen und den Beutel jagen, bzw. zu Ihnen bringen.

Dies ist allerdings erst dann eine sinnvolle Übung, wenn das Apportieren in der einfachen Version klappt. Der Vorteil dieser Übung: Der Hund lernt auf Kommando zu reagieren und sich zu beherrschen, bzw. in Geduld zu üben. Dies fällt den meisten Hunden anfangs unterschiedlich schwer und erfordert viel Konzentration und Aufmerksamkeit, bringt aber auch eine Menge Spaß.

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